Daran arbeiten wir
Mit Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Aktionen tragen wir dazu bei, für die unterschiedlichen Formen von Gewalt sowie für Gerechtigkeit, Frieden und unsere Mitwelt zu sensibilisieren und zum Handeln zu ermutigen.
Wir organisieren oder unterstützen Veranstaltungen zu aktuellen Themen, wie z.B. zu Konflikten und Kriegen, Aufrüstung und Rüstungsexporten, Flucht und Asyl, Atomgefahren, etc. Wichtig ist uns ebenso die Beschäftigung mit positiven Beispielen und Vorbildern. In unseren Tagungen „‚We shall overcome!‘ Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht“ kommen Menschen ausführlich zu Wort, die sich seit langer Zeit für Frieden und Gerechtigkeit engagieren.
Wir engagieren uns in Kampagnen und Aktionen wie z.B. den Aktionsbündnissen „atomwaffenfrei.jetzt“, „International Campaign to Abolish Nuclear weapons“ (ICAN) und „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, dem Netzwerk „Wehrhaft ohne Waffen“ und der globalen gewaltfreien Bewegung „World BEYOND War“ oder der Schuldenerlasskampagne „erlassjahr.de“. Wir beteiligen uns an Demonstrationen, mit denen wir gegen Kriege, Aufrüstung und „Kriegstüchtigkeit“, gegen Abschiebungen von Menschen z.B. in Kriegsländer protestieren. Wir opponieren gegen Atomkraft und Kohlestrom und setzen uns für eine Energiewende ein. Wir fordern das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in jedem Land und den Schutz und die Unterstützung von verfolgten Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren.
Tagung: "We shall overcome!"
Seit 2013 organisiert Frieden wagen e.V. jährlich die Tagung „We shall overcome! Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht“. Jede dieser Tagungen wurde von über 30 lokalen, regionalen sowie auch bundesweit tätigen Organisationen und Initiativen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen unterstützt und mitgetragen.
Als Leitfrage für die Tagungen dient dabei die Frage des US-amerikanischen Historikers, Politikwissenschaftlers und Aktivisten Howard Zinn (1922 – 2010): „Wie kann es ein Mensch in dieser Welt voller Kriege und Ungerechtigkeit schaffen, sich sozial zu engagieren, weiter zu streiten und gesund zu bleiben, ohne sich aufzureiben, aufzugeben oder zynisch zu werden?“
Viele Organisationen, Netzwerke und soziale Bewegungen in Deutschland und weltweit wollen mit ihrem Engagement zu mehr Frieden und Gerechtigkeit beitragen und die Vision einer anderen Welt lebendig halten. Diese werden oft genug von Menschen ins Leben gerufen und am Leben erhalten, die bereit sind, gegen den Strom zu schwimmen. Das ist nicht immer einfach. Bei unseren Tagungen lassen wir Menschen ausführlich zu Wort kommen, die uns mit ihrem Engagement Hoffnung und Mut zum eigenen Handeln machen.
Seit langer Zeit engagierte Menschen gehen dabei anhand ihrer persönlichen Lebensgeschichte darauf ein, wodurch sie zu ihrem Engagement kamen, welche konkreten Erfahrungen sie dabei gemacht haben, woraus sie Lebensmut für langfristiges Engagement schöpfen.
Zu unseren Tagungen „We shall overcome! Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht“ sind Menschen eingeladen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt. Unter anderem ist nach den Vorträgen Gelegenheit zum Austausch. Es wird aber nicht nur geredet, die berührenden und kreativen musikalischen Darbietungen von Gabriele Lang und Bernd Geisler sind fester Bestandteil unserer Tagungen.
14. Tagung 2026 in Reutlingen
- Ankündigung
- Gesamtprogramm
- Anmeldung
13. Tagung 2025 in Reutlingen
12. Tagung 2024 in Gammertingen
11. Tagung 2023 in Gammertingen
10. Tagung 2022 in Gammertingen
9. Tagung 2021 in Gammertingen
8. Tagung 2020 in Gammertingen
7. Tagung 2019 in Gammertingen
6. Tagung 2018 in Gammertingen
5. Tagung 2017 in Gammertingen
4. Tagung 2016 in Gammertingen
3. Tagung 2015 in Gammertingen
2. Tagung 2014 in Gammertingen
1. Tagung 2013 in Gammertingen
Praktische Solidaritätsarbeit
Seit Bestehen des Vereins haben wir unser Augenmerk auf Menschen gelegt, die in unserer Gesellschaft oft übersehen oder benachteiligt werden. Wir sind solidarisch und unterstützen Menschen, die z.B. flüchten mussten, die sich in instabiler Lage befinden, sich neu orientieren wollen… Wir hören zu, suchen miteinander nach Lösungen, z.B. indem wir begleiten und helfen, mit dem Ziel, zum Selbstwertgefühl und zur Selbständigkeit beizutragen (Empowerment), teilen unsere Stärken und unseren Schmerz. Es entsteht Gemeinschaft, wir üben Mitgefühl und freuen uns, wenn wir den nächsten Schritt begleiten können und Freundschaften auf Augenhöhe wachsen.
Arbeitsgruppe Gewaltfreiheit
Als „Arbeitsgruppe Gewaltfreiheit“ trifft sich in regelmäßigen Abständen eine feste Gruppe von Menschen, die sich mit Themen beschäftigen, die in unserer unfriedlichen, gewaltbereiten Welt alle belasten. Unser Hauptinteresse liegt auf dem Schwerpunkt, uns mit gewaltfreien Alternativen zu beschäftigen (z.B. Soziale Verteidigung, “Warum ziviler Widerstand funktioniert“, Kriegsdienstverweigerung). Wir tauschen uns aus, teilen Informationen und erarbeiten uns mögliche neue Standpunkte, überdenken unser Verhalten und suchen nach Veränderungen, die unserer gemeinsamen Hoffnung auf eine andere Welt näher kommen.
Friedensbücher
Als Frieden wagen e.V. ist es uns wichtig, Texte zum Thema Frieden zu erstellen, herauszugeben und zu veröffentlichen und friedensbezogene Projekte zu unterstützen. Hierfür erweist sich die Zusammenarbeit mit Peter Bürger, Theologe und freiberuflicher Publizist, als sehr fruchtbar. Es sind bisher bereits zahlreiche Bücher entstanden, zumeist mit einem antimilitaristischen, pazifistischen, gewaltfreien Hintergrund. Die jeweiligen Digitalfassungen können alle kostenfrei von unserem Online-Magazin heruntergeladen werden.
Peter Bürger freut sich, wenn er zu Vortragsveranstaltungen eingeladen wird.
Seine Kontaktdaten: peter@friedensbilder.de; Tel. 0211-678459
edition pace
Die friedensbewegte Publikationsreihe „edition pace“, die 2018 von Peter Bürger mitgegründet wurde, ist ein Projekt, mit der wir als Frieden wagen e.V. kooperieren bzw. das wir unterstützen. In der Reihe werden Quellentexte, Inspirationen & Forschungsbeiträge zu folgenden Themenschwerpunkten erschlossen: Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens; Persönlichkeiten, Spiritualität und Praxis des gewaltfreien Widerstands; Friedenstheologie, Kritik der Kriegsreligion; Kirchliche Friedenslehren und Geschichte des religiös motivierten Pazifismus; Ökumenische und interreligiöse Lernprozesse in der Bewegung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.
Unter Mitträgerschaft von Frieden wagen e.V. ist in der „edition pace“ seit Sommer 2024 das von Peter Bürger bearbeitete fortlaufende Editionsprojekt „Schalom-Bibliothek“ als „Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien“ entstanden. Mit diesem Projekt soll mit Aufklärung den Gedächtnisverlusten für jene jüdischen Traditionslinien entgegengewirkt werden, die dem Frieden des ganzen Erdkreises zugewandt sind. Eduard Bernstein, Kurt Eisner, Erich Mühsam, Karl Kraus, Rosa Luxemburg und Gustav Landauer lauten einige bekannte Namen von jüdischen Pazifisten und Antimilitaristinnen, mit deren Texten neue Bücher in dieser Reihe herausgegeben wurden.
Bei dem 2022 ebenfalls von Peter Bürger initiierten pazifistischen Editionsprojekt „Tolstoi-Friedensbibliothek“ ist Frieden wagen e.V. von Anfang an Kooperationspartner und Katrin Warnatzsch ständige Mitarbeiterin. Kern dieses Projektes ist es, die pazifistischen, sozialkritischen, (religions-)philosophischen und theologischen Schriften Leo N. Tolstois für die Öffentlichkeit kostenfrei und vollständig zugänglich zu machen. Alle in digitaler Form kostenfrei abrufbaren Tolstoi-Titel des Internetprojektes werden nachträglich auch preisgünstig in Buchform (Printmedium: Books on Demand) angeboten. Die Digital-Bibliothek umfasst aktuell 45 Bände.
Online-Magazin
Mit dem Online-Magazin „Frieden wagen“ starten wir einerseits 2026 neu, andererseits wird das Archiv unserer 25 Jahre lang betriebenen Website www.lebenshaus-alb.de mit rund 14.000 Artikeln in das neue Magazin übertragen. Damit starten wir das Magazin „Frieden wagen“ auf der Basis eines ausgiebigen Fundus an Texten. Dabei geht es sowohl um verschiedene Konflikte und Kriege und verschiedene weitere Ausdrucksformen von Gewalt. Viele Artikel sind aber auch z.B. ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung und Sozialer Verteidigung, Atomausstieg und Energiewende, Flucht und Asyl gewidmet. Ein reichhaltiger Schatz ist ebenfalls durch das Langzeitprojekt „Aufarbeitung gewaltfreier Geschichte“ entstanden, in dem wichtige gewaltfreie Aktionen – etwa die Bauplatzbesetzungen im Whyler Wald oder gewaltfreie Sitzblockaden vor den Atomraketenstellungen in Großengstingen und Mutlangen – oder engagierte Personen – z.B. Leo Tolstoi, Otto Umfrid, Mahatma Gandhi, Abdul Ghaffar Khan, Martin Luther King, Hildegard Goss-Mayr und die Brüder Berrigan – dargestellt werden.
Mit dem Online-Magazin „Frieden wagen“ soll diese Arbeit fortgesetzt werden. Dabei wollen wir das Augenmerk vor allem auf Frieden, Gewaltfreiheit, Antimilitarismus und Pazifismus richten. Auch um deutlich zu machen, dass sich nicht alles der Kriegslogik unterwirft.
Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten.
Mit dieser Website machen wir sichtbar, welchen Schwierigkeiten und Schikanen wehrpflichtige junge Männer insbesondere bis 1983 ausgesetzt waren, wenn sie in der Bundesrepublik Deutschland den Kriegsdienst verweigern wollten. Oder welchen Sanktionen sie ausgesetzt waren, wenn sie den Kriegsdienst total verweigert haben. Und es soll sichtbar werden, welche Konsequenzen Wehr- bzw. Waffendienstverweigerer in der DDR zu tragen hatten.
Wir haben Betroffenen die Möglichkeit geboten, ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit der eigenen Kriegsdienstverweigerung aufzuschreiben und diese auch öffentlich zu machen. Wir hoffen, dass dieses Erinnern zur Ermutigung sowohl von Betroffenen wie auch von Außenstehenden oder zukünftig Betroffenen beitragen kann. Erinnern kann uns Kraft geben für unser gemeinsames Engagement für eine gerechtere, friedvollere, bessere Welt.
Zudem wollen wir damit den wichtigen Beitrag der Kriegsdienstverweigerung zu einem zivilisatorischen Fortschritt würdigen, indem sich junge Männer geweigert haben und weigern, sich an der Waffe zum Töten ausbilden zu lassen. Sie haben zudem häufig Zivilcourage bewiesen, d.h. den Mut aufgebracht, unter teilweise schwierigen Umständen ihre Meinung offen zu äußern, zu vertreten, durchzufechten und waren damit bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Inzwischen haben wir zahlreiche persönliche Geschichten von Kriegsdienstverweigerern aus der früheren Bundesrepublik und von Wehr- und Waffendienstverweigerern aus der DDR veröffentlicht. Dadurch kommt ein buntes Bild ganz verschiedenartiger Erfahrungen zusammen. Dazu kommen zahlreiche Hinweise und Links zur Kriegsdienstverweigerung – historische und aktuelle.
Rundbriefe
Seit 1994 erscheint ein gedruckter Rundbrief, bisher in der Regel vierteljährlich. Mit diesen Rundbriefen geben wir Einblick in das, was uns in unserem Verein bewegt und was wir machen. Er stellt ein sehr wichtiges Bindeglied zu unseren Mitgliedern und Unterstützer*innen sowie eine öffentliche Informationsschrift für alle interessierten Menschen dar.
Der gedruckte Rundbrief kann kostenlos abonniert werden: info@frieden-wagen.org. Mitglieder sowie Spenderinnen und Spender erhalten ihn automatisch zugestellt.
Hier können die neuesten Rundbrief-Ausgaben als PDF-Dateien heruntergeladen werden:
- Rundbrief 128 (April 2026)
- Rundbrief 127 (Dez. 2025)
- Rundbrief 126 (Sept. 2025)
- Rundbrief 125 (Juni 2025)
- Rundbrief 124 (März 2025)
- Rundbrief 123 (Dez. 2024)
- Rundbrief 122 (Sept. 2024)
- Rundbrief 121 (Juni 2024)
- Rundbrief 120 (März 2024)
- Rundbrief 119 (Dez. 2023)
- Rundbrief 118 (Sept. 2023)
- Rundbrief 117 (Juni 2023)
- Rundbrief 116 (März 2023)
- Rundbrief 115 (Dez. 2022)
- Rundbrief 114 (Sept. 2022)
- Rundbrief 113 (Juni 2022)
- Rundbrief 112 (März 2022)
- Rundbrief 111 (Dez. 2021)
- Rundbrief 110 (Sept. 2021)
- Rundbrief 109 (Juni 2021)
- Rundbrief 108 (März 2021)
- Rundbrief 107 (Dez. 2020)
- Rundbrief 106 (Sept. 2020)
- Rundbrief 105 (Juni 2020)
- Rundbrief 104 (März 2020)
- Rundbrief 103 (Dez. 2019)
- Rundbrief 102 (Sept. 2019)
- Rundbrief 101 (Juni 2019)
- Rundbrief 100 (März 2019)
- Rundbrief 99 (Dez. 2018)
- Rundbrief 98 (Sept. 2018)
- Rundbrief 97 (Juni 2018)
- Rundbrief 96 (März 2018)
- Rundbrief 95 (Dez. 2017)
- Rundbrief 94 (Sept. 2017)
- Rundbrief 93 (Juni 2017)
- Rundbrief 92 (März 2017)
- Rundbrief 91 (Dez. 2016)
- Rundbrief 90 (Sept. 2016)
- Rundbrief 89 (Juni 2016)
- Rundbrief 88 (März 2016)
- Rundbrief 87 (Dez. 2015)
- Rundbrief 86 (Sept. 2015)
- Rundbrief 85 (Juni 2015)
- Rundbrief 84 (März 2015)
- Rundbrief 83 (Dez. 2014)
- Rundbrief 82 (Sept. 2014)
- Rundbrief 81 (Juni 2014)
- Rundbrief 80 (März 2014)
- Rundbrief 79 (Dez. 2013)
- Rundbrief 78 (Sept. 2013)
- Rundbrief 77 (Juni 2013)
- Rundbrief 76 (März 2013)
- Rundbrief 75 (Dez. 2012)
- Rundbrief 74 (Sept. 2012)
- Rundbrief 73 (Juni 2012)
- Rundbrief 72 (März 2012)
- Rundbrief 71 (Dez. 2011)
- Rundbrief 70 (Sept. 2011)
- Rundbrief 69 (Juli 2011)
- Rundbrief 68 (März 2011)
- Rundbrief 67 (Dez. 2010)
- Rundbrief 66 (Sept. 2010)
- Rundbrief 65 (Juni 2010)
- Rundbrief 64 (März 2010)
- Rundbrief 63 (Dez. 2009)
- Rundbrief 62 (Sept. 2009)
- Rundbrief 61 (Juni 2009)
- Rundbrief 60 (März 2009)
- Rundbrief 59 (Dez. 2008)
- Rundbrief 58 (Sept. 2008)
- Rundbrief 57 (Juni 2008)
- Rundbrief 56 (März 2008)
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